Chronik - Heimatverein Darfeld

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Über uns
Die Gründung des Heimatvereins im Jahre 1984


In der Jahreschronik der Gemeinde Rosendahl von 1983 rief der damalige Ortsheimatpfleger Carl Homering die Darfelder Bürger auf, sich an der Gründung  eines Heimatvereins zu beteiligen. Die Arbeit sollte von nun an in einer Gemeinschaftsarbeit mehrerer interessierter Bürger erfolgen.

Am 14.11.1984 um 20.00 Uhr  war es dann soweit: Der Heimatverein wurde gegründet.

Zur Gründungsversammlung in der Gaststätte Rahms fanden sich zahlreiche Personen ein. Noch am gleichen Abend zählte der Heimatverein Darfeld e.V. 46 Mitglieder. Als Ehrengäste konnten Herr Dr. Huesmann vom Westfälischen Heimatbund, Frau Paula Wilken aus Münster-Kinderhaus, Bürgermeister Dinkler, Gemeindedirektor Ingelmann, Pastor Banse und Josef Krekeler vom Heimatverein Osterwick begrüßt werden.

Erster Vorsitzender wurde Carl Homering. Unterstützt wurde er dabei von Werner Garwers als 2. Vorsitzender. Kassierer wurde Josef Börsting. Zum Schriftführer wurde Tono Homering gewählt. Es wurde von der Versammlung begrüßt, dass aus fast jedem Ortsteil eine Person in den Beirat berufen wurde.

Folgende Vertreter wurden berufen:

Dorfkern:
Oberdarfeld:
Geitendorf:
Rockel:
Höpingen:

Bruno Sundor
Rudolf Strotmann
Wilhelmine Börsiting
Bernhard Abbenhaus
Heinrich Issing
Auf der Mitgliederversammlung am 19. März 1985 wurden

Hedwig Breuing für die Bauernschaft Hennewich und
Franz Schröder für Netter

in den Beirat berufen.

Heimat- und Bürgerhaus "Bahnhof Darfeld"

Vom Bahnhof zum „Heimat- und Bürgerhaus Bahnhof Darfeld“

Einige Zeit nach der Gründungsversammlung 1984 wurde der Wunsch nach einem eigenen Gebäude Wirklichkeit. Schon seit Jahren bemühte sich der Darfelder Heimatverein, ein geeignetes Objekt zur Einrichtung eines Heimathauses zu finden. Nach längerer vergeblicher Suche richtete man die Aufmerksamkeit auf den seit mehreren Jahren leerstehenden ehemaligen Bahnhof Darfeld. Das Gebäude drohte zu verfallen, und es erschien dem Heimatverein und auch vielen Interessierten Gemeindemitgliedern ein sinnvolles Vorhaben, dieses seit der Stilllegung der Bahnstrecke Oberhausen - Rheine ungenutzte Haus zu bewahren und mit neuem Leben zu füllen. Die Gemeinde Rosendahl und der Darfelder Heimatverein waren der Meinung, dass eine Anlage, die seit ihrer Errichtung über ein Jahrhundert das Leben in der Gemeinde nachhaltig prägte, nicht zuletzt auch im Sinne des Denkmalschutzes, den nachfolgenden Generationen erhalten bleiben sollte.
Der 28. und 29. September 1991 waren ganz besondere Tage in der Historie des Heimatvereins Darfeld. An diesen Tagen wurde der ehemalige Bahnhof seiner neuen Bestimmung als „Heimat- und Bürgerhaus Bahnhof Darfeld“ übergeben.

Zunächst waren Aufräumarbeiten vonnöten. Das Dach wurde vollkommen neu eingedeckt, die Fassade unterzog man einer gründlichen Reinigung und anschließenden Restaurierung, so dass die leuchtenden Ornamentbänder, die das Gebäude umrahmen, wieder deutlich zum Vorschein kamen.
Die Außentüren, der Treppenaufgang, sowie Fenster und Rundbögen wurden nach altem Vorbild wieder hergestellt. Heizung, Sanitäranlagen und Elektrik wurden von Grund auf erneuert.
Die Restaurierung nahm weit über 18 Monate in Anspruch. Zahlreiche Firmen waren daran beteiligt. Rund 2.000 Arbeitsstunden erbrachten die Mitglieder des Heimatvereins an Eigenleistung, zusätzlich übernahm der Verein die Anschaffungskosten für die Ausstattung des Büros und der Küche. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten zeigte sich das ehemalige Bahnhofsgebäude in seiner weitgehende alten Gestalt, jedoch bezüglich der Nutzung von einer ganz neuen Seite.
Heute gelangt man über eine neue Treppe in die erste Etage. Hier öffnen sich die Türen auf der einen Seite zur Garderobe und zu einem kleinen Ausstellungsraum und auf der anderen Seite zum Bühnensaal der nach dem Aufbau einer mobilen Bühne noch für rund 120 Zuschauer Platz bietet. Je nach Bedarf kann die Bestuhlung des Raumes für Versammlungen und Veranstaltungen kleineren und größeren Ausmaßes variiert werden. Vom Bühnenbereich aus führt eine kleine Treppe  in das Obergeschoss. Außerdem befindet sich oberhalb der Treppe ein Umkleide- und Schminkraum für die Darsteller sowie genügend Stauraum für Requisiten.
Der Frontbereich des Bahnhofs wurde wieder mit Kopfsteinpflaster versehen. Jenseits der vorbeiführenden Straße wurden Parkplätze für Besucher geschaffen. Mit einer Ruhebank, einem freigelegten Brunnen und einer alten Signalanlage der Deutschen Bundesbahn wurde eine bahntypische Atmosphäre zurückgewonnen. Die Vorplatzsituation wurde so gestaltet, das auch vor dem Bahnhof Veranstaltungen problemlos durchgeführt werden können.
Auf der Westseite des Gebäudes wurde ein alter Bauerngarten geschaffen und im rückwärtigen Bereich konnte der Bahnhof in seiner ursprünglichen Form erhalten werden.

Mit vielen Festreden, Plattdeutschem Theater, Musikvorträgen usw. wurde das neue Zuhause des Heimatvereins eröffnet. An diesem Wochenende hatten alle Bürger der Gemeinde Rosendahl und der nahen und fernen Umgebung die Gelegenheit, das restaurierte Gebäude nebst den Anlagen in seiner neuen Gestaltung kennen zu lernen. Gleichzeitig fand die Eröffnung der historischen Ausstellung zur Darfelder Geschichte statt. Alle Interessierten waren zu den Aktivitäten des Tages der offenen Tür ganz herzlich eingeladen und die Resonanz war riesig.

Für alle Eingriffe, die bei der Restaurierung des ehemaligen Bahnhofes vorgenommen wurden, stand immer der Leitgedanke im Vordergrund das Gebäude vor allem stilgerecht umzubauen. Der ursprüngliche Bauzustand, der vormals bestimmt war durch den Baustil der damaligen Zeit und die Art der Nutzung, sollte weitgehend wieder hergestellt werden. Dies bezog sich nicht allein auf die Bauform, sondern auch auf das zu verwendende Material.

Die Restaurierung des ortsbildprägenden Gebäudes wurde daher von der Gemeinde Rosendahl mit Unterstützung des Heimatverein durchgeführt. Finanzielle Unterstützung leisteten sowohl das Land Nordrhein-Westfalen, als auch die NRW-Stiftung. Nach der finanziellen Absicherung konnte dann im Jahre 1990 mit der Baumaßnahme begonnen werden. Schon am 20. Oktober 1989 waren Grundstück und Gebäude von der Deutschen Bundesbahn an die Gemeinde Rosendahl veräußert worden.

Schon bald wurde allerdings deutlich, das ein Projekt dieser Größenordnung von einem Verein allein niemals zu bewältigen wäre.

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