2017 - Heimatverein Darfeld

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Archiv
08. / 09. April 2017

Oldtimer-Treffen auf dem Prickings-Hof

Das  Oldtimertreffen auf dem Prickings-Hof hat eine lange Tradition. Seit  mehr als zehn Jahren treffen sich dort einmal im Jahr Oldtimerfreunde aus ganz Europa. Mehr als 1.500 Aussteller präsentierten ihre in liebevoller  Arbeit restaurierten Fahrzeuge, wie Traktoren, Lkw, Motorräder und Pkw.
28. April 2017

Geburtstagsfeier Franz (65)
30. April 2017

Schlepper-Ausflug zum Stadtfest Hohenholte
13. Mai 2017

Schlepper-Ausflug zum Offlumer See
05. Juni 2017

Schmeddings Mühle Leer
09. - 11. Juni 2017

Schleppertreff Gildehausen (Bad Bentheim)
17. - 18. Juni 2017

Schleppertreff Olfen-Vinnum
21. - 23. Juni 2017

Ausfahrt Hausdülmen
18. Juli 2017

Kornschneiden Horstmar

Fn. Horstmar. Recht unterschiedlich waren die Empfindungen der mehr als einhundert Personen, die zur Radbahn gekommen waren. Die einen schwelgten in Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, für andere –insbesondere Kinder und Jugendliche - war es das Kennenlernen früherer Erntetechniken. Alle wurden Zeugen, wie mit einem Mähbinder das Getreide geschnitten wurde. „Es ist hier richtig was los“, freute sich Maria Krotoszynski, die für das leibliche Wohl der Zuschauer sorgte.
Noch einmal warf Wilhelm Vliß vom Dreschclub Darfeld einen Blick auf den mehr als ein halbes Jahrhundert alten Mähbinder.  Er war mit der Dreschclubmannschaft und  dem Mähbinder aus Darfeld angereist. Alle Lager waren geschmiert, es konnte losgehen. Langsam setzte sich der alte Deutz-Trecker mit seinem nostalgischen Erntegerät in Bewegung. Klappt es, dass der Mähbinder das geschnittene Getreide sofort bindet oder klappt es nicht, war jetzt die große Frage. Und es klappte. Das geschnittene Getreide landete auf Leinenlaken und wurde zum seitlichen Auswurf transportiert. Eine Zapfwelle zwischen Trecker und Mähbinder sorgte für das Rollen der Laken und die Bewegung der großen Flügel. Wie von Geisterhand gesteuert warf der Mähbinder das geschnittene Getreide, mit einem Strohband zusammengehalten, seitwärts aus. „Er schneidet sauber ab,“ stellte Manfred Eppenhoff fest, der mit seiner Familie gekommen war. Und schon konnte man die Stoppeln sehen.  „Das erinnert mich an meine Jugendzeit“ stellte der pensionierte Lokführer Willi Weßling, der extra aus Borghorst angereist war, begeistert fest. Er habe in seiner Jugend viel beim Bauern geholfen. Runde um Runde drehte der Mähbinder auf dem von Karl Heinz Hellenkamp bereitgestellten Weizenfeld. Die Erntemaschine war zweifelsohne der Star des Nachmittags, da konnte der in Sichtweite agierende Mähdrescher mit neuester Technik nicht mithalten. Kaum war das Getreide geschnitten, wurde es gleich aufgestellt. „Puppen nennt man die aufgestellten Garben“ erinnerte sich Anni Kestermann aus Leer. Die Kinder halfen fleißig dabei mit. So auch Tim und Max Hölscher, die mit ihrer Mutter Heike und den Großeltern Bernhard und Rosa Kogenschott gekommen waren. Doch etwas fiel Norbert Wiechers, der zusammen mit Ludger Hummert und Albert Krotoszynski das Schauschneiden organisiert hatte, auf. Die Halme waren wesentlich kürzer als in früheren Jahren. Ortslandwirt Heinrich Wenning hatte dafür eine Erklärung: „Der kurze Halm trägt zur Standfestigkeit des Getreides bei.“ Die Ähren seien dank der Züchtungen immer größer und schwerer geworden. Außerdem benötige der Landwirt nicht mehr so viel Stroh wegen der nicht eingestreuten Tierhaltung. Dunkle Gewitterwolken zogen auf. Da hieß es schnell das soeben geschnittene Getreide ins Trockene zu bringen. Ludger Hummert hatte Trecker und Anhänger mitgebracht. Gekonnt packte der die einzelnen Garben auf den Anhänger und schon ging es ab unter das Dach des ehemaligen Bahnhofs, wo sich heute bereits das Bahnhofscafe befindet. Da konnte eine alte Tradition nicht mehr aufleben, die Hummert zum besten gab. Bei der letzten Strohfuhre habe man früher einen Haselnußzweig mitgeführt. Für jede Haselnuss habe es einen Schnaps gegeben.  Noch lange diskutierten die Zuschauer über die Entwicklung der Getreideernte von der Sense bis hin zu modernster Technik. Am Bahnhofscafe, hierhin  hatte man sich wegen des mittlerweile eintretenden Gewitterschauers zurückgezogen,  klang die informative Veranstaltung gemütlich aus.
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